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Elektrisierte Haare: Was hilft?

Sie ziehen sich den Pulli aus oder streifen die Mütze ab und schon stehen Ihnen die Haare zu Berge – ein häufiges Phänomen im Winter. Was Sie tun können
von Barbara Erbe, aktualisiert am 19.01.2017

Vorsicht beim Ausziehen: Manche Textilien laden die Haare statisch auf

Your Photo Today/Phanie

Der Kamm fährt durch die Haare, doch anstatt locker nach unten zu fallen, stieben die Haare hartnäckig und knisternd auseinander. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten laden sich die Haare leicht elektrostatisch auf. Dies macht besonders Menschen mit feinen Haaren zu schaffen.

Wann immer wir uns kämmen, eine Mütze abnehmen oder einen Pullover überstreifen, entsteht Reibung, erläutert der Karlsruher Hautarzt Dr. Dirk Meyer-Rogge. Dabei geben unsere Haare negativ geladene Elektronen an Kamm oder Textilien ab und bekommen selbst eine positive Ladung. So aufgeladen, stehen die Haare zu Berge, denn Teile gleicher Ladung stoßen sich gegenseitig ab. "Das ist weder gefährlich noch schädlich", beruhigt der Dermatologe, "aber es kann sehr lästig sein."

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Haare schonend fönen

Trockene Luft ist einer der Gründe, warum die Haare im Winter öfters "abheben". Gegen trockene Heizungsluft hilft regelmäßiges Lüften. Auch die Haare selbst sind trockener. Deshalb sollten Sie sie so wenig und so schonend wie möglich fönen. "Heiße Fönluft ist für Haar und Kopfhaut immer eine Strapaze, und angesichts trockener Winterluft gilt das ganz besonders", sagt Meyer-Rogge. Da tut es den Haaren gut, sie ab und zu auch mal an der (warmen) Luft trocknen zu lassen oder nur auf mittlerer Stufe und nicht mit der Bürste, sondern mit der Düse zu fönen.

Mildes Shampoo und Haarkur schützen vor Austrocknung

Eine feuchtigkeitsspendende Kur pflegt das Haar und beugt so Austrocknung und elektrostatischer Aufladung vor. Inhaltsstoffe der Haarkuren, wie zum Beispiel Silikone oder Seidenproteine, können die Haare befeuchten und sich wie ein Film über das Haar legen.

Auch der Tübinger Friseur Roberto Laraia, Mitglied des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, sagt: "Eine intensivere Haarkur ist wirksamer als eine Pflegespülung, die das Haar ja nur für den Augenblick leichter kämmbar macht. Es reicht, wenn man so eine Kur alle drei bis vier Wochen wiederholt." Darüber hinaus rät der Friseurmeister für die Haarwäsche ein möglichst mildes, rückfettendes Shampoo zu verwenden.

Auch kennt er einen schnellen Trick, der hilft, wenn sich die Haare spontan – etwa für ein Foto – besser legen sollen: "Befeuchten Sie Ihre Hände und halten Sie sie ganz dicht an Ihr Haar. Sie werden sehen, die Haare entladen sich wie von Zauberhand, Ihre feuchten Hände brauchen sie noch nicht einmal zu berühren."

Naturfasern wirken antistatisch

Nicht nur Luftfeuchtigkeit und Haarpflege spielen eine Rolle, sondern auch die Kleidung, weiß Hautarzt Meyer-Rogge. Besonders Synthetikfasern sorgen bei jeder Reibung schnell für aufgeladene Haare. Bei Kleidungsstücken aus Naturfasern wie Leder, Wolle oder Baumwolle fällt diese Eigenschaft deutlich schwächer aus. Was für Textilien gilt, trifft auch auf Bürsten und Kämme zu: Ein Plastikkamm lässt die Haare eher fliegen als einer aus Holz oder Eisen, Naturborsten laden weniger auf als solche aus Kunststoff.

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Bildnachweis: Your Photo Today/Phanie, Fotolia/Monika Adamczyk, iStock/Vlingva

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